Mathias
Ich spiele nicht. Ich rufe ab!

Mathias Mein Interesse für die Schauspielerei hat sich in der Schulzeit entwickelt. In der 7. Klasse habe ich mit einem Schulfreund Szenen aus dem Didi Hallervordenfilm “Der Doppelgänger” vor unseren Mitschülern performt. Unser Klassenlehrer konnte sich vor Lachen nicht mehr halten. Wir selbst fanden uns gar nicht so lustig.

Auf einer Jugendfreizeit haben wir zu einem Thema improvisiert. Ich sollte die Vorteile von H-Milch präsentieren. Meine Schulkollegen haben Tränen gelacht. Ich weiß bis heute nicht warum. So toll fand ich mich nicht.

Dann hatte ich die Hauptrolle in dem Krimi “Der Förster vom Silberwald”. Einen Klamaukfilm im Stil der Bully Herwig Filme. Nur dass ich den 1996 noch nicht kannte. Ich habe den Hauptkommissar gespielt und mein Schulfreund, mit dem ich auch die Didi Hallervorden Szenen gespielt hatte, war mein Assistent. Wir hatten Spaß bei der Produktion und es war eine super Erfahrung. Seit 1996 hatte ich keine Schauspielrolle mehr, außer der täglichen auf der Bühne des Lebens.

Kurz vor der Premiere des Stückes „Mein geliebter Spastiker“ im März diesen Jahres ist es notwendig geworden, dass ich die Rolle des Gregors im Stück spiele. Es hat mir Freude bereitet auf der Bühne zu stehen. Das postivie Feedback des Publikums hat mir gezeigt, dass es ihnen auch gefallen hat.

An der Schauspielerei fasziniert mich, dass ich in andere Rollen schlüpfen kann. Wenn ich eine Rolle verkörpere bin ich die Rolle. Ich bin ganz in dem Stück. Ich spiele nicht, ich rufe ab. Vielleicht war es das, was meine Schulkollegen, unseren Klassenlehrer und Jugendpfleger so angesprochen hat. Ich hatte das Gefühl, dass ich nichts besonderes gemacht hätte. Die Zuschauer hat vielleicht die Authentizität angesprochen. Ich freue mich auf unseren Auftritt im September diesen Jahres im Filou in Beckum.
 
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